2023

Jahresabschlussfahrt 30.12.2023

Von Süden nach Norden ….

…  gibt es immer zwei Wege um Frankfurt herum. Entweder rechts herum über die Autobahn  oder links herum über Landstraßen. Für uns gab es natürlich nur den Weg über die B486 und B519 und nach gut eineinhalb Stunden standen wir vor dem Pferdegesundheitszentrum in Kronberg im Taunus, unserem ersten Programmpunkt. Diagnose, Röntgen und OP, so steht es an den Türen, hinter denen Pferde untersucht und versorgt werden. Wer einmal den OP-Tisch mit dem Kran – bis 1,6to – an der Laufkatze darüber  gesehen hat, erhält eine ungefähre Vorstellung, in welchen Gewichts-Dimensionen hier tierärztliche Hilfe geleistet wird. Das umfangreiche Angebot für die Ein-PSler geht  bis hin zu Reha-Maßnahmen, wie z.B. das Laufen in einem Aquatrainer. Selbst die Reithalle hat beeindruckende Ausmaße.

Nur wenige Kilometer weiter in Oberursel kamen dann  schon mehr PS zusammen.  Wer es einmal nicht selbst gesehen hat, kann es kaum glauben. Es war ein Ausflug in die ‚Vergangenheit‘. Schon als kleiner Junge, gestand uns Herr Schramm, begann seine Sammelleidenschaft von Feuerwehrautos. Dicht gedrängt füllen sie eine ganze Halle und weitere FW-Oldtimer warten auf dem Gelände noch auf ihre Restaurierung. Eine alte Feuerwehr-Leiter, vor vielen Jahren in Heiligendamm eingesetzt,  wurde seinerzeit gerade noch vor dem Untergang gerettet. Man mag es sich gar nicht  vorstellen, dass sie eigentlich bei einer Übung angezündet und gelöscht werden sollte. Und so rankt sich um jedes Auto eine Anekdote über die oft kuriose Herkunft und Geschichte. 

Der nächste Höhepunkt war der Blick in die Werkstätten. Ein perfekt restauriertes  Ford T-Modell  zierte den Eingang und dann wusste man gar nicht mehr, wohin man zuerst schauen sollte. Es ist einfach unglaublich, diese Schätze dicht aneinander geparkt zu sehen, zum Teil schon mit einer zarten Staubschickt bedeckt. Neben noch heute sehr elegant wirkenden Bugattis stehen wirklich sehr alte Oldtimer, zum Teil wahre Raritäten. Daneben warten viele Kundenfahrzeuge geduldig auf die Fertigstellung ihrer Restaurierung.

Spätestens aber im Verkaufsraum tauchte man endgültig in Mitte des letzten Jahrhunderts ein. Seit damals hat sich an der Einrichtung nichts geändert. Die Holzmöbel strahlen den soliden Flair der damaligen Zeit aus. Selbst der Ständer für Zündkerzen muss mindestens schon sechzig, wenn nicht sogar noch mehr Jahre auf dem Buckel haben.  Das umfangreiche Programm der Firma passt zu den Räumen, wie zum Beispiel die eigene Ankerwickelei oder die Instandsetzung von Zündspulen. Hier wird noch repariert. Man kann es nur empfehlen,  einmal die überaus schön gestaltete Homepage medidentaschramm . de zu besuchen.

Pferdeklinik und ‚Oldtimer-Klinik‘ – trotz der so völlig unterschiedlichen ‚Patienten‘  passte alles überaus gut zusammen. Holger hatte hier wirklich zwei Volltreffer gelandet und dafür nochmals  ein herzliches Danke für die Organisation unserer traditionellen Jahresendausfahrt. Unser Mittagessen im ‚Waltraud‘ mit seinen zur Region passenden Gerichten – besser hätten wir es nicht treffen können.(Georg Kunze).

Ausfahrt am 03.Oktober 2023

Unsere Ausfahrt führte uns von Dreiechenhain in den Kelsterbacher Wald an der Startbahn Nord-West.

Dort wurden wir 33 Personen und 13 Fahrzeuge vom Revierleiter empfangen und bekamen bei unserer Exkursion durch den Wald viele Infos über den Waldzustand, die Aufforstungen und Abholzungen im Bezug zu und mit dem Flughafen erklärt. Auf dem Weg zu unserem Mittagessen in Raunheim machten wir noch einen Halt an der Startbahn Nord-West und konnten die Landende Flugzeuge aus nächster Nähe beobachten. Nach der Stärkung ging es um den Flughafen herum über Mörfelden und Langen wieder nach Hause.

1.Mai Ausfahrt 2023

Mit ca. 12 UNIMOG starteten wir von unserem Treffpunkt in Dieburg nach Groß-Umstadt weiter in Richtung Richen, um dann in Klein-Umstadt noch Joachim und Ute zu treffen. Dank eines Umwegs über einen Feldweg auf eine Anhöhe hinaus hatten wir eine wunderbare Rundblick von Frankfurt über Hanau bis nach Darmstadt. Der farbliche Kontrast mit den umliegenden hellgelben Rappsfeldern war einzigartig.

Und weiter fuhren wir auf der B 469 Richtung Miltenberg, Kleinheubach, querten den Main nach Großheubach und konnten bereits unser erstes Ziel, das Kloster Engelberg auf der Anhöhe gut sehen. Dort hat uns leider eine lange Schlange hungriger Gäste vor der Klostergaststätte von einem schönen Mittagessen abgehalten.

Etwas hungrig wurden wir dann von Pater Richard begrüßt, dafür aber um so herzlicher. Er gab uns viele Informationen über das Kloster, den hier ansässigen Franziskanern und die Wallfahrtkapelle. Er schilderte von der Lebensweise der Franziskaner bis hin zu den Verbindungen des Klosters mit dem ortsansässigen Hochadel, derer zu Löwensteins, eine beeindruckende Historie.

Danach steuerten wir die nicht weit entfernte Erlenbacher Schiffwerft an. Bei einem Telefongespräch hatte der junge Schiffsbauingenieur spontan und unkompliziert einem Besuch der Unimog Gruppe zugestimmt. Sein herzlicher Empfang und seine überaus interessanten Ausführungen zogen uns alle in Bann. Von der Bauform der Binnenschiffe über die besonderen örtlichen Gegebenheiten bis hin zur Bedeutung der Werft für die Schiffart in der Region nebst vielen technischen Hintergrundinformationen reichten seine Ausführungen. Über den Begriff der „Kavitation“, die an der Schiffschraube auftreten kann, hörten wir ebenso viele Details wie über den Aufbau der Rumpfspanten und zum Beispiel der bis zu 40 mm dicken Bleche der Schiffsrümpfe.

Danach ging es nach Röllfeld zur Winzerstube Wengerter, wo wir uns den leckeren Speisen und Getränken widmeten. Die Anzahl von 22 Personen hier lässt den Rückschluss zu, dass Hunger und Durst stärker ist als Heimweh.

Den Schiffsingenieur haben wir übrigens kurzer Hand zum Essen eingeladen. Er hatte lediglich die „Bedingung“, dass er in einem UNIMOG mitfahren möchte. Es war eine überaus gelungene Ausfahrt, wobei ich hier Jochen für die Mitorganisation nochmals danken möchte. (Kai Häfner)