174 km, 4 Stunden und 8 Minuten, ja so gnadenlos genau können elektronische Tourenplaner sein. Dort konnte man dann unter dem 22. Abzweigepunkt die Anweisung lesen, nach rechts abzubiegen, um auf die L3309 und auf selbiger 5 Minuten weiter auf der Krotzenburger Straße zu fahren. Jeder weiss es und wir hielten uns ebenfalls daran: Viele Wege führen nach Rom bzw. nach Jakobsthal, unserem Ziel. Viel Mühe hatten sich Holger, Stefan und Klaus mit der Tourenplanung gemacht und sind sogar die Tour am Vortage abgefahren. Und doch rollten die 21 Unimogs so ab und zu auch abseits der geplanten Route. Wir bogen - nach Plan ? - irgendwann rechts auf die ST2805 ab. Aber wer außer dem Routenplaner kennt schon solche Straßenbezeichnungen. Und ob es wirklich jemand gemerkt hat ? Aber selbst wenn, es war völlig egal, denn wie immer war das Hintereinanderfahren ein Erlebnis.
Erst ein Unimog, dann noch einer .. ein lautes Brummen, das nicht aufhören will .. die Leute blieben stehen, schauten und staunten, meistens jedenfalls, bis das letzte Fahrzeug unserer Kolonne vorbei gefahren war. Immer wieder konnte man eine erklärende Hand eines Vaters zu seinem Sohne sehen, ein Kopfschütteln oder auch ein heftig zustimmendes Nicken. Am Straßenrand und vor allem auch an den Fenstern in den kleinen Ortschaften war jede Gemütsregung zu beobachten. Vom 406 bis zum 1250-er war alles vertreten. Nur war dieses mal erstaunlicherweise kein 411er dabei. Die Folge ? Die Durchschnittsgeschwindigkeit stieg für Unimogausfahrten rapide an und auf mancher Landstraße waren 70 km/h keine Seltenheit, trotz Kolonnenfahrt.

























